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Wir befinden uns momentan noch in der Phase der Marktforschung.
Das Konzept ist noch nicht endgültig. Derzeit befindet sich kein Produkt mit diesem Label im Handel.
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Jeder fängt mal klein an und aller Anfang ist schwer.
Das beschriebene Wunschkonzept wird in der Realität nicht funktionieren.
Es wird nicht der komplette Betrag, den die Milchpackung mehr kostet, im Fördertopf landen können.

Nehmen wir als einfaches Rechenbeispiel einmal an, dass die Milch im Supermarkt 10 Cent mehr kostet.
Als erstes geht der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% ab,
sodass noch etwa 9,35 Cent übrig bleiben.
Um das Projekt wirklich umsetzbar zu machen, werden die Lebensmittelhändler und Molkereien für den damit verbundenen Aufwand für Vermarktung und Listung des neuen Produkts, einen kleinen Teil abhaben wollen.
Auch garantiert ihnen keiner, dass sich die Milch mit dem neuen Label verkauft. Für dieses Risiko wird etwas Geld einverlangt werden.
Doch je mehr ihr über dieses Label sprecht und die Milch kauft, desto geringer kann dieser Anteil werden und mehr in den Fördertopf fließen.
Realistischerweise bleiben von den 9,35 Cent noch etwa 7 bis 8 Cent übrig.


Auch wir brauchen etwas Geld, um StallInvest in Gang zu bringen und am Laufen zu halten.
Wir müssen Berater bezahlen, die uns rechtlich absichern, dass das ganze Projekt nicht in sich zusammenfällt.
Wir brauchen professionelle Buchhalter, damit das Geld auch den richtigen Weg findet.
Außerdem müssen wir ein unabhängiges Gremium zur Prüfung der Förderanträge zusammenstellen, damit kein Landwirt bevorzugt behandelt werden kann.
Anfangs nimmt das einen großen finanziellen Aufwand in Anspruch, der bei zunehmender Größe prozentual schrumpfen könnte.
Dafür werden also nochmal etwa 0,5 Cent verbraucht (später möglicherweise etwas weniger).

Von 10 Cent, die ihr mehr bezahlt, könnten immer noch um die 7 Cent im Fördertopf landen, aus dem die Landwirte Tierwohl-Projekte finanzieren.

Eine Milchkuh gibt im Durchschnitt pro Jahr etwa 10.000 Liter Milch und davon etwa 13% als Konsummilch in den Verkauf gehen, würde ein Landwirt mit 100 Kühen durch die eben errechneten 7 Cent etwa 9.100€ Förderung im Jahr erhalten können.
Dieser Betrag reicht beispielsweise, um einen betriebseigenen Klauenstand anzuschaffen oder einen Großteil abgelegener Liegematten auszutauschen. Für teurere Projekte könnte er länger an unserem Programm teilnehmen, um so eine höhere Fördersumme beantragen zu können.
Längerfristig könnte über den Verkauf von anderen Milchprodukten mit dem StallInvest-Label die Fördersumme pro abgelieferten Liter Milch weiter steigen.